Die Oase Blog

Leben mit dem Vater


Worum geht es hier?

Über Jahre hinweg hat mir der Heilige Geist Wahrheiten über Gott und mich selber gezeigt, die alle einem Ziel dienen: Jesus und den Vater ganz persönlich zu kennen. Nicht bloß als Lehre, sondern als eine Person voller Liebe und Bestätigung. Einem Freund, der mir nah sein möchte und ich ihm. Diese erfahrbaren Wahrheiten gebe ich hier weiter, in der Erwartung, dass sie auch anderen Christen nützlich sein können. Die Seite „Ein Bild der Lehre“ fasst dabei grundlegende Erkenntnisse zusammen. Diese zuerst zu lesen, empfehle ich allen, die wie ich eine Herzensbeziehung zu Gott suchen. Denjenigen, die noch relativ neu im Glauben sind oder erst noch erfahren möchten, was es mit diesem Jesus überhaupt auf sich hat, seien die drei Grundlagenseiten zunächst ans Herz gelegt. Auf der Hauptseite mit den einzelnen Beiträgen möchte ich berichten, was der Heilige Geist mir für mich selbst und andere weiter gezeigt hat.

 


I Have a Dream

Datum: 07.06.2026

Eine Vision für die Wiederherstellung der Gemeinde Jesu

Es gibt Momente, in denen ein Gedanke tiefer brennt als andere — ein Gedanke, den man nicht beiseitelegen kann, weil er nicht von einem selbst stammt. Ich glaube, dass der Herr mir (und sicher vielen anderen) seit Längerem eine solche Vision aufs Herz gelegt hat: die Wiederherstellung Seiner Gemeinde. In den letzten Tagen spüre ich erneut einen Drang, diesem Thema im Gebet nachzugehen. Zwei große Fragen stehen dabei im Mittelpunkt.

1. Unsere Identität in Christus

Die erste Frage ist grundlegend: Wer sind wir in Christus — und was wurde uns in Ihm gegeben? Diese Erkenntnis ist kein theologisches Randthema. Sie ist der Boden, auf dem alles andere steht oder fällt.

Chad Gonzales lehrt dazu in seltener Klarheit. Sein Buch „Nie wieder krank“ handelt zwar vordergründig von Heilung — doch eigentlich ist es ein tiefes Buch über unsere Identität und den Neuen Bund in Christus. Vieles davon hat der Herr mich bereits gelehrt, aber dieses Werk besitzt eine biblisch fundierte Leuchtkraft, die ich nur als Offenbarung beschreiben kann.

2. Innige Gemeinschaft mit Gott

Der zweite Aspekt wächst direkt aus dem ersten heraus. Denn wenn wir wirklich begreifen, wer wir in Christus sind, öffnet sich die Tür zu echter, tiefer Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn. Nicht Religion — Beziehung.

Reinhard Hirtler lehrt seit Jahren berührend über dieses Thema der intimen Gemeinschaft mit Jesus und dem Vater. Auch er hat ein Buch über den Neuen Bund geschrieben — eine weitere wertvolle Ressource für alle, die tiefer graben möchten.

Beide Themen — Identität und Gemeinschaft mit Gott — empfinde ich als das, was der Herr in dieser Zeit mit besonderer Dringlichkeit in den Vordergrund bringt. Aber das ist noch nicht genug!

Das fehlende Glied: Gemeinschaft der Gläubigen

Was nützt eine tiefe Gotteserkenntnis, wenn sie nicht in lebendige Gemeinschaft eingebettet ist? Leider haben wir noch immer Versammlungsstrukturen, die genau diese Gemeinschaft reifer Christen verhindern. Noch immer gibt es in den meisten Gemeinden einen lehrenden Klerus auf der Bühne — und weitgehend passive Zuhörer in den Sitzreihen. Daran haben auch gute Konferenzen, Social Media und zahlreiche Ministries nicht viel verändert.

Doch das ist nicht das Modell, das Gott im Sinn hat. Denn wir sind alle Priester im Neuen Bund — keine Zuschauer, sondern Mitarbeiter:

„Ihr aber seid ein ausgewähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum …“  (1. Petrus 2,9)

Und Paulus beschreibt die Zusammenkunft der Gemeinde so:

„Was ist nun, Brüder? Wenn ihr zusammenkommt, so hat jeder einen Psalm, hat eine Lehre, hat eine Offenbarung, hat eine Sprachenrede, hat eine Auslegung — alles geschehe zur Erbauung.“  (1. Korinther 14,26)

Das Neue Testament beschreibt die Gemeinde immer wieder als einen lebendigen Organismus: Glieder, die füreinander Verantwortung tragen, die einander auferbauen, lehren, prophezeien und helfen. Wer tiefer in dieses Thema einsteigen möchte, dem empfehle ich die (immer noch brandaktuellen) Bücher von Frank Viola, etwa „Ur-Gemeinde“ und „Ur-Praxis“.

Mein Traum

Auf meinem Herzen liegt eine echte Gemeinschaft von Menschen, die Hunger nach Gott haben — und eine innige, lebendige Verbindung mit Ihm. Eine Gemeinschaft, die im Neuen Bund verwurzelt ist, die ihre Identität in Christus kennt und in ihr wächst.

Eine Gemeinschaft, die zwar zunächst durch reife Christen in der Lehre gegründet wird — dann aber nicht unter der Leitung eines professionellen Geistlichen weiterläuft, sondern sich gegenseitig, geleitet vom Heiligen Geist, erbaut und rüstet.

Diese Gemeinschaft gab es bereits. Sie ist in der Apostelgeschichte beschrieben. Ich bin überzeugt: Der Herr wird Seine Gemeinde ähnlich wiederherstellen — und noch darüber hinaus. Bis wir schließlich für Jedermann als Seine Braut erkennbar werden.

Was träumst du für die Gemeinde? Ich freue mich über deine Gedanken in den Kommentaren.

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