Vor Kurzem hat Reinhard
Hirtler prophetische Worte aus seinem Team veröffentlicht und
gebeten, diese zu prüfen. Mich haben diese Prophetien sehr
angesprochen. Es sollen wohl
noch weitere Prophetien folgen, bislang hat Reinhard zunächst
die ersten drei veröffentlicht:
1. " Ich sah in dem rollenden Tsunami
das Laute Rufen des Vaters in Jesus zu jedem Menschen auf dieser
Erde, sodass es auch jeder hören und darauf antworten konnte:
"Komm in meine
Arme, komm in meine Arme."”
2. "Ich habe abertausende Menschen
gesehen, die zusammen mit dem Lamm sich an den Händen gehalten
haben. Es waren unzählbare Menschen, die bildeten eine Linie, die
über die ganze
Erde reichte. Und als das Lamm den ersten Schritt tat, liefen wir
alle gemeinsam eines Schrittes los. Dann hörte ich, dass jeder
unserer Fußabdrücke seine Wünsche, seine Sehnsucht hinterlässt."
3. "Mir war, wie wenn sich plötzlich
alles beschleunigt. Es wird kein Masterplan mehr benötigt. Es
zählt nur noch völliges Vertrauen und Hingabe."
Ich möchte hier zu auf die einzelnen
Prophetien näher eingehen, soweit sie Dinge berühren, die nun
schon seit längerer Zeit auf meinem Herzen sind. Aus meiner Sicht
handelt es
sich um eine einzige Prophetie, die lediglich in drei Schwerpunkte
gegliedert ist, die zusammen ein Bild dessen ergeben, was der
Heilige Geist gerade anstößt:
1. Wir leben in einer Zeit, in der der
Herr seine Gemeinde in eine intime Herzensbeziehung mit sich
selbst ruft. Dies entspricht neben dem Wunsch Jesu in Johannes 17
(auf den ich noch eingehen
werde) auch dem Gebet des Apostels Paulus in Epheser
1,17 ”dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater
der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und Offenbarung
in der Erkenntnis seiner selbst.”
Und diese Erkenntnis bedeutet im biblischen Sinn kein bloßes
Verstandeserkennen, sondern eine sehr intime Beziehung zwischen
zwei Personen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die
“Tsunamis” dieser Tage,
Krisen, die uns aus unserer Trägheit aufwecken, Anlass genug sind,
um in Jesu Arme zu fliehen.
2. Die Linie der Abertausenden an den
Händen des Lammes vervollständigt die erste Prophetie und berührt
mit ihr zusammen den Kern des Evangeliums, wie ihn Jesus in
Johannes 17 dargestellt
hat:
Joh.17,20 ”Aber
nicht für diese allein bitte ich, sondern auch für die, welche
durch ihr Wort an mich glauben, 21 damit sie alle eins
seien,
wie du, Vater, in mir und ich in dir, dass auch sie in uns
eins seien, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt
hast. 22 Und die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast,
habe ich ihnen gegeben, dass sie eins seien,
wie wir eins sind 23 – ich in ihnen und du in mir –, dass
sie in eins vollendet seien, damit die Welt erkenne, dass du
mich gesandt und sie geliebt hast, wie du mich geliebt hast.”
Das bedeutet: Jesus und der Vater sind
eins, durch Glauben sind auch wir eins in ihnen, dadurch werden
die Kinder Gottes auch untereinander eins, damit die Welt daran
(an seiner Gemeinde) den Herrn
Jesus erkennen kann. Jesus soll durch unser Einssein mit ihm und
durch die Einheit der Gemeinde der Welt sichtbar gemacht werden.
Dies ist eine wunderbare Verheißung und gleichzeitig Wunsch und
Sehnsucht unseres Herrn
(symbolisiert durch die Fußabdrücke).
3. Die dritte Prophetie scheint hier
nicht recht zu passen. Sie spricht jedoch eines der größten
Hindernisse an, um Jesus wirklich sichtbar werden zu lassen:
unsere “Masterpläne”,
die eigentlich keine Masterpläne sind, da sie keine Pläne unseres
Meisters sind. Vielmehr erheben sich innerhalb der Gemeinde
Menschen zu Mastern, die uns in menschliche Strategien führen
wollen, um das Reich
Gottes auf Erden auszubreiten. Dies wird durch diverse Ministries,
Events und Evangelisationsstrategien versucht, die oft sogar
quantitativ erfolgreich aussehen, deren Ergebnisqualität jedoch
weit hinter dem zurückbleibt,
was der Herr uns geschenkt hat. An diese Stelle möchte der Herr
nun das setzen, was die beiden ersten Prophetien beschreiben. Er
möchte persönlich in uns und durch uns sichtbar werden. Und wenn
das jetzt beschleunigt
werden soll, ist das wirklich phantastisch.
Der Herr gibt allerdings solche
Propohetien nicht bloß, damit wir uns an ihnen ergötzen. Es ist
zugleich wunderbare Vision und Aufforderung zur Mitarbeit. Wir
können uns deshalb
selbst nach einer tieferen Herzensbeziehung mit Gott austrecken.
Wir können für die Gemeinde beten, dass möglichst viele
Geschwister sich in dieser herausfordernden Zeit bewegen lassen.
Wir können für
diejenigen beten, die in menschlichen Anstrengungen feststecken
und den Herrn nicht wirklich erkannt haben.
So schließe ich wiedermal mit den Worten
des Propheten Hosea in
Hosea 1,1 ”Kommt
und lasst uns zum HERRN umkehren! ... 3 So lasst uns ihn
erkennen, ja,lasst uns nachjagen der Erkenntnis des HERRN!”