Die Oase Blog

Leben mit dem Vater


Worum geht es hier?

Über Jahre hinweg hat mir der Heilige Geist Wahrheiten über Gott und mich selber gezeigt, die alle einem Ziel dienen: Jesus und den Vater ganz persönlich zu kennen. Nicht bloß als Lehre, sondern als eine Person voller Liebe und Bestätigung. Einem Freund, der mir nah sein möchte und ich ihm. Diese erfahrbaren Wahrheiten gebe ich hier weiter, in der Erwartung, dass sie auch anderen Christen nützlich sein können. Die Seite „Ein Bild der Lehre“ fasst dabei grundlegende Erkenntnisse zusammen. Diese zuerst zu lesen, empfehle ich allen, die wie ich eine Herzensbeziehung zu Gott suchen. Denjenigen, die noch relativ neu im Glauben sind oder erst noch erfahren möchten, was es mit diesem Jesus überhaupt auf sich hat, seien die drei Grundlagenseiten zunächst ans Herz gelegt. Auf der Hauptseite mit den einzelnen Beiträgen möchte ich berichten, was der Heilige Geist mir für mich selbst und andere weiter gezeigt hat.

 


Ein Weckruf

Datum: September 2026


 Geschwister, ich glaube, dass der Herr seit einiger Zeit dabei ist, seine Gemeinde zu erneuern. Sie so umzugestalten, dass er in uns und durch uns sichtbar wird. In meinem Beitrag „Ein Bild der Lehre“ habe ich ja schon berichtet, wie ich nach vielen Jahren als Christ zu der Erkenntnis gelangt bin, dass ich Jesus eigentlich nicht wirklich persönlich kenne. Ich glaube, dass es der Heilige Geist war, der mich überführt hat. Daraus entstand ein Hunger nach einer engeren, intimen Beziehung zum Vater und zum Herrn Jesus Christus. Ich bin sozusagen umgekehrt, nicht mal von Sünden, sondern von einer Haltung, mit der ich mich mit einem eigentlich gottfernen Leben zufrieden gegeben habe. Er ist dann angefangen, mich durch seinen Geist zu lehren. Über Gerechtigkeit, indem er mich wegen meines latenten Sünderbewusstseins überführt hat. Über seine Treue und ständige Gegenwart, seine Liebe und vor allem, dass ich völlig außerstande bin, jemals seinen kompletten Willen zu tun. Das kann nur Jesus durch seinen Geist in uns bewerkstelligen. Kurz: Ich konnte beginnen, einen Lebensweg zu gehen in sich vertiefender Gemeinschaft mit Jesus, frei von jeder religiösen Anstrengung, denn er wirkt das Wollen und Vollbringen in uns. Heute möchte ich nichts mehr für Jesus tun, nicht einmal mit ihm, sondern er tut Dinge durch mich, indem er mir seine Herzensangelegenheiten auf mein Herz legt, damit ich aus seinem und meinem Herzen handle. Na, ja, jedenfalls bin ich auf diesem Weg und bemühe mich, darauf zu bleiben. Aber es ist ein guter Weg, ein wahrer Weg verbundem mit ihm.

 

Das hat der Herr bei mir angestoßen und, wie ich merke, auch bei einzelnen anderen Christen. Ich galube, dass er möchte, dass wir alle zu ihm umkehren. Wie der Prophet Hosea es ausgedrückt hat: „Lasst uns zum Herrn umklehren. Lasst uns ihn erkennen. Lasst uns seiner Erkenntnis nachjagen!“ Bislang scheint es mir noch etliche Gemeinden zu geben, die wie die in Ephesus oder in Laodizea in der Offenbarunf des Johannes leben. Die Epheser waren ja bekanntlich recht aktiv, haben also viel für Jesus getan, aber nicht in einer Liebesbeziehung zu ihm. Und die in Laodizea haben ihren religiösen Ablauf gehabt und gedacht, das ist es jetzt, mehr brauchen wir nicht. Denen hat der Herr zu einer „Augensalbe“ geraten. Sie sollten gewahr werden, wie ihr derzeitiger Zustand ist: arm und blind und bloß.

 

Umkehr ist offenbar bei beiden Gemeinden angesagt. Wozu umkehren: zu einer leidenschaftlichen Liebesbeziehung mit Jesus Christus, der Quelle allen Lebens, der alles in allem ist.

 

Wie er sich das vorgestellt hat, drückt Jesus selber in seinem sogenannten hohepriesterlichen Gebet in Johannes 17 aus. Dort bittet Jesus den Vater für alle, die an ihn glauben, „damit sie alle eins seien, wie du, Vater, in mir und ich in dir, dass auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast.“ Hier sehen wir, was das Evangelium Jesu Christi im Kern bedeutet. Es ist natürlich ewiges Leben. Aber insbesondere die Wiederherstellung unseres Einsseins mit Gott und in ihm auch miteinander als göttliche Gemeinschaft. Daran soll übrigens die Welt Jesus als Sohn Gottes erkennen. An einer Gemeinschaft, die in inniger Herzensverbundenheit mit Jesus lebt und durch die der Herr sich selbst sichtbar offenbaren kann. Nebenbei gesagt sähen vermutlich auch unsere evangelistischen Bemühungen anders aus, zumindest was unsere Motivation betrifft. Es ist sicher ein großer Unterschied, ob wir meinen, etwas für Jesus tun zu müssen oder ob seine Liebe in uns uns treibt.

 

Ich behaupte nicht, selbst schon sehr weit auf diesem Weg zu sein. Aber ich strebe an, das Einssein mit Gott immer mehr zu ergreifen, denn er ist die Quelle allen Lebens, nur in ihm erleben wir Sinn und Erfüllung. Ich glaube, dass der Herr im Moment dabei ist, diesen Weg stärker zu fokussieren. Durch den Propheten Haggai fordert Gott das Volk Israel dazu auf, seine bisherigen Wege genau zu überprüfen. Der Einstieg ist also die Wahrnehmung unseres recht suboptimalen Status Quo, damit wir wieder Hunger nach Gott haben können. Der Heilige Geist zeigt das bereits etlichen Gläubigen. Und jeder, der bereit ist, wird dabei sein und vom Herrn weiter geleitet werden auf seinem Weg.

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